Gedicht · 03

Das Gewicht des Flüchtigen

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Wir sind fast nichts.
Ein Atemzug
zwischen zwei Dunkelheiten.
Ein warmer Fleck
im Bett der Zeit.
Ein Gedanke,
der kurz aufflammt
und sich für Wirklichkeit hält.
Aber in diesem Fastnichts
liegt alles:
das Gesicht eines Menschen,
den wir lieben,
der Geruch von Regen,
ein Satz,
der uns rettet,
eine Hand,
die uns hält.
Wenn wir aus Träumen sind,
dann sind Träume
nicht wenig.
Dann ist das Flüchtige
nicht leer.
Dann ist Schlaf
nicht nur Ende,
sondern Heimkehr.